17. März – 23. Juni 2019

Willi Bucher & Künstlerfreunde

Der Bildhauer Willi Bucher, der in Fridingen an der Donau lebt, steht zur regen Rottweiler Kunstszene in engem Kontakt. Unter Kunstinteressierten (und Fastnachtsenthusiasten) ist er vor allem als Schöpfer fantasievoll gestalteter Larven aus Holz und anderen Materialien bekannt.

Daneben hat sich Willi Bucher stets seinem ureigensten Arbeitsgebiet gewidmet. Aus der Arbeitsgemeinschaft mit seinem Bruder Franz heraus hat sich der gelernte Steinbildhauer zum freischaffenden Künstler
fortentwickelt. Seit den 1970er-Jahren ist in Willi Buchers Werkstatt ein umfangreicher, vielgestaltiger Fundus an Steinskulpturen entstanden, der zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt.

In Buchers Formenrepertoire gehen Geometrie, Handwerk und Technik eine konstruktive Verbindung ein. Durch freie Variationen auf seine Gerätschaften hebt der Steinbildhauer sein Handwerk in thematischer wie in formaler Hinsicht ostentativ auf die Ebene der Kunst. Mit Kreativität – und Humor – gewinnt Bucher auch Maschinenelementen, wie etwa Sicherungsringen, erstaunliche ästhetische Reize ab. Durch Schnitte in zylindrische Körper gestaltet er „Objekte von mathematischer Schönheit“ (Dr. Herbert Köhler).

Die Ausstellungsgemeinschaft „Kunst Raum Rottweil“ widmet Willi Bucher eine Einzelausstellung im Dominikanermuseum.
Im „museum der gegenwart“ ist eine repräsentative Auswahl seiner Steinskulpturen in Verbindung mit exemplarischen Arbeiten von Künstlerfreunden zu sehen. In der „Steinwerkschau“ sind neben Willi Bucher acht weitere Bildhauer vertreten: Franz Bucher, Elmar Daucher, Thomas Finkbeine, Hans Michael Franke, Nikolaus Kernbach, Hans-Jürgen Kossack, Wendelin Matt und Axel F. Otterbach.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch.

 

Willi-Bucher_Kloben_2012

14. Juli – 20. Oktober 2019

art informel
Informelle Malerei aus süddeutschen Sammlungen

Das Informel steht für Stilrichtungen der abstrakten Kunst in der europäischen Nachkriegszeit. Tachismus oder lyrische Abstraktion sind verwandte Begriffe für eine Malerei, die sich frei machen konnte von allen gegenständlichen Vorgaben. In den USA formierte sich bereits in den 40er-Jahren parallel dazu der Abstrakte Expressionismus. Von Paris ausgehend eroberten die Informellen die europäische Kunstszene. In Deutschland treten vor allem K. O. Götz, Gerhard Hoehme, Winfred Gaul, Bernard Schultze, Emil Schumacher, K. R. H. Sonderborg oder Fred Thieler in den Fokus eines notwendig gewordenen Aufbruchs in der Kunst.

Im kunst raum rottweil werden Gemälde gerade dieser vorwiegend deutschen Künstler gezeigt, die süddeutsche Sammlerfamilien in den 60er- und 70er-Jahren zusammengetragen haben.

KO-Goetz-Kolph-1996-Privatsammlung

10. November 2019 – 16. Februar 2020

Bella Figura
Figurative Kunst aus der Sammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW)

Die Kunstsammlung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke zählt zu den bestbestückten regionalen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg. Dokumentationsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der spätgotischen Skulptur, der Malerei der Klassischen Moderne und der Kunst der „zweiten Moderne“ in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Anhand exemplarischer Werke veranschaulicht die Ausstellung „Bella Figura“ signifikante Entwicklungslinien der Figuration in der südwestdeutschen Kunst vom 15. bis ins 21. Jahrhundert. Eckpunkte bilden die Skulptur der Spätgotik und die innovativen Gestaltungsimpulse, die im Laufe des 20. Jahrhunderts von den Kunstmetropolen Stuttgart („Hölzel-Kreis“) und Karlsruhe („Neue Figuration“) ausgegangen sind. Die im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG konzipierte Ausstellung ist in Karlsruhe, Stuttgart, Rottweil und Achberg zu sehen.

Horst-Antes_Figur-auf-roter-Flaeche_1965-1966