aktuelle Ausstellungen

13. November 2021 – 16. Januar 2022 – verlängert bis 20. Februar 2022!

1250 Jahre Rottweil – Stationen der Stadtgeschichte

Im Jahr 2021 gedenkt die Stadt Rottweil der 1250-jährigen Wiederkehr der ersten Erwähnung unter ihrem heutigen Namen in einer frühmittelalterlichen Heiligenvita. Als Königsgut mit der Bezeichnung „Rotuvilla“ begegnet Rottweil erstmals in der ältesten Lebensbeschreibung des heiligen Gallus in einem Anhang zum Jahr 771. Die Bezeichnung als älteste Stadt Baden-Württembergs bezieht sich auf das Stadtrecht in römischer Zeit.

Zur 1250-Jahr-Feier der Ersterwähnung zeigt die Stadt Rottweil in Kooperation mit dem Rottweiler Geschichts- und Altertumsverein und dem Landkreis Rottweil eine kulturgeschichtliche Ausstellung im Dominikanermuseum Rottweil. In 16 Stationen werden anhand ausgewählter historischer Zeugnisse politische, soziale und ökonomische, religiöse und kulturelle Verhältnisse und Entwicklungen aus den vergangenen 1250 Jahren veranschaulicht. Das Themenspektrum reicht von den Siedlungsstrukturen der städtischen Anfänge über prägende Erscheinungen aus den Zeiten der Reichsstadt sowie der Oberamts- und Kreisstadt bis hin zu heutigen städtischen Entwicklungsperspektiven.

01-1 Codex sancti galli_bearbeitet

Vita sancti Galli vetustissima, 771 n. Chr.

Unter den Exponaten sind herausragende Dokumente und Objekte aus öffentlichen Archiven, Bibliotheken und Museen sowie aus Privatbesitz. So ist auch das Fragment der ältesten Gallus-Vita mit der Ersterwähnung Rottweils zu sehen, das von der Stiftsbibliothek St. Gallen als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Zu den ausgestellten Kostbarkeiten zählt daneben die bebilderte Handschrift der ältesten Rottweiler Hofgerichtsordnung aus der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart. In einführenden Texten aus der Feder sachkundiger Autorinnen und Autoren werden schlaglichtartig Entwicklungslinien der Rottweiler Geschichte aufgezeigt.

Zur Ausstellung erscheinen eine Begleitbroschüre und ein Buch für Kinder. Weitere Aspekte behandelt das Buch zum Jubiläum („Schlaglichter der Rottweiler Geschichte“), das vom Stadtarchiv herausgegeben wird. Das Begleitprogramm mit Vorträgen und Führungen finden Sie  HIER. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zur jeweils gültigen Corona-Verordnung Baden-Württemberg.

Aquila Kammerer Hofgerichtsstuhl

Adler „Aquila“ geleitet durch die Ausstellung
Entwurf HP Kammerer

20. März – 19. Juni 2022

Christa Schmid zum Siebzigsten – Malerei

Mit einer Werkschau würdigt die Ausstellungsgemeinschaft „Kunst Raum Rottweil“, in der Stadt und Landkreis, Kreissparkasse und Forum Kunst Rottweil zusammenwirken, das künstlerische Schaffen der Malerin Christa Schmid, die im Jahr 2022 ihren 70. Geburtstag begeht.

 

Christa Schmid zählt zu den profilierten Vertreterinnen der Kunstszene am oberen Neckar. Die Künstlerin, die in Lauffen ob Rottweil lebt, hat an der Universität und an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert. Neben ihrer Berufstätigkeit als Kunsterzieherin hat sie ihr malerisches Werk, das im Zeichen der Neuen Figuration steht, über vier Jahrzehnte hinweg kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt. In ihrem Schaffen geht die Künstlerin vom Gegenstand aus. Ihre figurativen Bildschöpfungen setzen verschiedenste Motive – von Objets trouvés bis hin zu literarischen Reminiszenzen – malerisch in Szene. Durch virtuose Kunstgriffe lenkt sie das Auge und den Geist des Betrachters in einer „Wahrnehmungs- und Deutungsschlaufe“ (Andreas Pinczewski) auf komplexe Zusammenhänge, die hinter den Dingen stehen.

 

In der Werkschau sind ausgewählte Arbeiten aus früheren Schaffensphasen mit aktuellen Arbeiten – wie der Bildserie zum Dichter Jakob Lenz – vereint. Als „blauer Faden“ zieht sich ein gemalter Fluss durch den Ausstellungsraum.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit einem Textbeitrag des Kunsthistorikers Andreas Pinczewski.

Schmid, Christa - Le rire des poètes - 2001

Christa Schmid, Le rire des poètes, Acryl auf Bütten, 2001.
Foto: Fritz Rapp, Rottweil

24. Juli – 30. Oktober 2022

Bildhauerzeichnungen der Gegenwart lll
Sammlung der Stadt Rottweil
Neuerwerbungen 2013 – 2022

Seit 1978 sammelt die Stadt Rottweil Zeichnungen von Bildhauern der Gegenwart. Es waren die Ausstellungen mit nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern im Forum Kunst, die eine solche Entscheidung nahelegten. Es war aber auch der Tatsache geschuldet, dass dreidimensionale Werke oder großformatige Gemälde den Geldbeutel der Stadt überfordert hätten. Dass dank der bewussten Beschränkung ein solitäres und unverwechselbares Sammlungsgut zusammen-getragen werden konnte, ist als großes Glück zu betrachten. Denn es gibt kaum eine städtische Sammlung, die sich so konzentriert einem Thema der Bildenden Kunst widmet. 1998 und 2012 wurden wesentliche Teile der Sammlung im Dominikanermuseum in Rottweil präsentiert und gleichzeitig Bestandskataloge erstellt. Seither sind weitere Arbeiten hinzugekommen, die zehn Jahre nach der letzten Ausstellung in diesem Jahr unter dem Titel „Neuerwerbungen 2012-2022“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Ganzen betrachtet lässt sich in dieser Rottweiler Sammlung exemplarisch ein nicht unwesentlicher Teil der Kunstgeschichte seit 1945 nachvollziehen.

Manfred Rennertz, Turm, 2021, Zeichnung auf Dachpappe, 185 x 40 cm

Karl Manfred Rennertz, Turm, 2021, Zeichnung auf Dachpappe,